Rezensionen: „Tod im Salzkammergut“

„Tod im Salzkammergut“ – Rezensionen:

am 26. Juni 2016
Warm anziehen, denn prickelnd wie das eiskalte Wasser des Hallstädter Sees ist Edwin Haberfellners neuer ‚Schröck‘. Vor der pittoresken Kulisse des Weltkulturerbes Hallstadt hat es der sympathische BND-Kommissar Schröck nicht nur mit mysteriösen Todesfällen zu tun, denen womöglich internationale Verwicklungen zugrunde liegen, sondern auch mit den lokalen Heimlichkeiten und Intrigen, die ihn und seine neue Liebe in höchste Gefahr bringen.
Fazit: Traue niemandem. Das Böse liegt oft sehr nahe.

 


Edwin Haberfellner hat mich mit seinem Kommissar Schröck schon einige Male ganz hervorragend gut unterhalten und deshalb war auch der sechste Fall für mich ein absolutes Lese-Muss.

Es geht mit einem ergreifenden Prolog aus, in dem der Tod des deutschen Honorarkonsuls in China auf eindringliche Art und Weise dargestellt wird. Dr. Gottlieb Bechstein bricht bei einer Besichtigung vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seines Bodyguards zusammen und ist auf der Stelle tot. Schnell ist klar, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod, sondern um einen Mord handelt. Über den toten Waffenlobbyist wurde gemunkelt, dass er in illegale Waffengeschäfte verwickelt sein soll, großer Druck kommt auch aus China, ganz klar, dass hier unser BND Mann Schröck ran muss. Überraschende Erkenntnisse bei der Obduktion, eine Lebensgefährtin, die scheinbar etwas zu verbergen hat, ein undurchsichtiger Thronfolger in Spe aus Saudi Arabien und die Verschwiegenheit der Bewohner machen ihm die Ermittlungen alles andere als leicht. Als es im Ort weitere Tote gibt spielt zusätzlich die Zeit gegen ihn.

Der Sprachstil des Autors liest sich locker, leicht und man fliegt fast durch die Seiten. Es gelingt ihm sehr eindringlich zu formulieren, sodass man sich manchen Tod besser vorstellen kann, als einem lieb sein kann, aber so soll Krimi ja auch sein. Auch Stimmungen und Gefühle werden super gut transportiert, hier z.B. die zunehmende Angst von Mitgliedern einer Gruppe und die Anzeichen, welcher denn am meisten wackelt. Man darf auch immer wieder schmunzeln, was mir gut gefällt, hier finde ich auch den oft etwas unterschwelligen Humor sehr gelungen.

Es wird nicht gekleckert, sondern sofort geklotzt. Erste Seite, erster Toter und somit ist die Spannung bei diesem Krimi von Anfang an sehr hoch. Es gibt jede Menge Ungereimtheiten, zahlreiche Finten, viele Kombinationsmöglichkeiten und man kann wirklich unglaublich viel grübeln und vermuten. Nach und nach wird immer mehr klar, dass alles doch ganz anders ist als gedacht und bis zum Ende hat der Autor gelungene Überraschungen parat. Einige Leichen pflastern die Ermittlungen, bei denen sich der Autor ganz besondere Tötungsmethoden einfallen hat lassen, die sogar mir als Viel-Krimileser noch Abwechslung bieten konnten. Die relativ kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für viel Fahrt, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Einen kleinen Einblick gewährt uns der Autor auch in Schröcks Privatleben und zwar genau in der richtigen Dosis. Dem Krimi wird an keiner Stelle die Spannung genommen, aber durch kleine Einschübe merkt man doch ganz deutlich, dass er sein Herz am rechten Fleck hat und sich natürlich trotz seinem Job, der Beziehungskiller schlechthin ist, auch jemanden an seiner Seite wünscht.

Schröck ist mir mittlerweile ja schon ans Herz gewachsen. Endlich darf er sich offiziell BND-Ermittler nennen und muss nicht weiterhin zur Show unter Burn Out leiden. Klare Verhältnisse im Job, vielleicht auch ein Grund für ihn auch im Privaten für konkrete Entscheidungen zu sorgen! Von privatem Liebesglück kann man zwischen ihm und Silvia ja schon länger nicht mehr reden. Schröck ist ein zielstrebiger Mann, der konsequent ermittelt, wenn es sein muss schon auch einmal mit unkonventionellen Mitteln und sogar auf eigene Kosten. Ganz klar ist für ihn vor allem auch, dass er einen Fall bis zum Ende durchzieht. In Hallstatt arbeitet er eng mit Joe, dem Bodyguard zusammen. An diesem knabbert schwer, dass er den Honorarkonsul nicht ausreichend beschützen konnte und deshalb will er unbedingt den Mörder liefern. Er hat in seinem Leben ein Päckchen zu tragen und war mir nicht nur deshalb von Anfang an super sympathisch. Aber auch die Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei Nabil, dem eingeschüchterten Handlanger Zati Al-Madanis angefangen, dessen Leben stets am seidenen Faden hängt, über Christian Gschwandtner, dem Mann für Alles, der geschickt zu nutzen weiß, dass ihn die Leute für einen Dummie halten, bis hin zum widerwärtigen Lois, den ehemaligen Schulkameraden von Joe, der immer noch genau weiß, wie er am besten austeilt.

Schröcks sechster Fall entführt den Leser nach Hallstatt, einen Ort der sich UNESCO Weltkulturerbe nennen darf. Die spannenden und interessanten Informationen zu Beinhaus, Schädelmalerei zur Totenwürdigung oder zur Stadtkopie in China und die tollen Beschreibungen der mit Sicherheit sehr sehenswerten Stadt haben mir sehr gut gefallen.

Alles in allem ein gelungener, spannender sechster Fall, der Überraschungen bietet und einen mit sympathischen Ermittlern nach Hallstatt entführt.


am 12. August 2016

Der deutsche Honorarkonsul in China, Dr. Bechstein, bricht plötzlich während des Besuchs des Hallstätter Beinhauses in Österreich, zusammen. Seine ihn begleitende Freundin und der engagierte Personenschützer können ihm nicht mehr helfen, Bechstein stirbt. Die Obduktion seiner Leiche bringt Erstaunliches zu Tage. Er wurde vergiftet und besonders heiekl wiegt zudem, daß man ihm 2 verschiedene hochgefährliche Substanzen zugeführt hat, einmal Polonium-210, mit dem er wohl schon längere Zeit vergiftet wurde und dann noch das Gift es Eisenhuts, das dann umnittelbar zu Dr. Bechsteins Tod geführt hat. Dauerte es dem Mörder zu lange, bis das Polonium-210 seinen Zweck erfüllt hätte und er griff daher zur raschen Wirkung des Eisenhutgiftes oder gibt es 2 verschiedene Täter?

Der deutsche BND-Agent Michael Schröck, der vor Ort ermitteln soll, steht vor keiner leichten Aufgabe, zudem kann er mit der Hilfe der österreichischen Behörden nicht rechnen. Im malerischen Salzkammergut angekommen, versucht Schröck also erst einmal im Gespräch mit Einheimischen und der Freundin des Verstorbenen an Informationen zu kommen. Doch allzu weit bringt Schröck dies auch nicht bis er unerwartet Hilfe von anderer Seite erhält. Zudem bleibt es nicht nur bei der Ermordung Bechsteins und plötzlich nehmen die Ereignisse einen fatalen Lauf und auch für Schröck und seine Helfer wird es gefährlich.

Dies war mein zweiter Fall um BND-Agent Michael Schröck und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Erzählstil des Autors ist sehr flüssig und unterhaltsam. Spannung wird aufgebaut, auch ein wenig Lokalkolorit kommt nicht zu kurz und die Figuren werden gut beschrieben. Geschickt baute der Autor auch hier wieder einige unerwartete Wendungen ein, die dann in ein rasantes und schlüssiges Ende mündeten und mich als Leser rundum zufrieden stellten. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer mit Schröck und kann diese Krimreihe sehr gerne weiterempfehlen.


 

am 11. August 2016

Das Buch:

Der deutsche Honorarkonsul in China wird am Beinhaus in Hallstatt vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seiner hilflosen Leibwächter ermordet. Kriminalkommissar Michael Schröck ermittelt und deckt unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten auf. Als weitere Morde geschehen, bekommt es Schröck mit den Eigenheiten der Bevölkerung des Salzkammerguts zu tun und muss erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.

Der Autor:

Edwin Haberfellner wurde 1957 im oberösterreichischen Steyr geboren. Nach langjähriger Tätigkeit im Krankenhaus und einem Jura- und Datentechnikstudium ist er heute Beamter und Autor.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist inzwischen der sechste Fall für Kommissar Schröck und Edwin Haberfellner ist damit eine sehr lesenswerte Reihe gelungen. Man muss die Vorgänger nicht gelesen haben und kann jederzeit einsteigen.

Bereits der sehr eindringliche Prolog hat für mich eine Sogwirkung entwickelt und mich direkt in die Geschichte gezogen.

Geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil hat mich der Autor auf die Reise nach Hallstatt mitgenommen. Wie gewohnt hat er die handelnden Personen so geschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte, auch die Örtlichkeiten sind so beschrieben, dass ich spontan Lust bekommen habe diese Region zu besuchen.

Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und Edwin Haberfellner hat mal wieder sehr geschickt verschiedenste Fäden gesponnen und immer wenn ich dachte ich weiss wie es weitergeht kam wieder eine neue Wendung.

Fazit:

Wieder ein Kriminalroman der Spitzenklasse von Edwin Haberfellner und verdiente 5 Sterne, ich hoffe, dass uns Lesern Kommissar Schröck und seine Fälle noch lange erhalten bleiben.


am 11. August 2016
Dr. Bechstein, der Honorarkonsul von China ist, bricht am Hallstädter Beinhaus im Beisein von seiner Lebensgefährtin und seines Leibwächters zusammen. Es sieht aus wie ein Herzinfarkt, entpuppt sich dann aber als Vergiftung. Nur warum gibt es zwei verschiedene Gifte in seinem Körper – einmal das langsam wirkende Polonium 210 und dann auch noch Aconitum?
Wieder einmal hat mich der Krimi von Edwin Haberfellner gepackt. Es gibt eine Reihe von Verdächtigen , einige Motive und viele Wendungen, die die Geschichte sehr spannend machen. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig.
Es gibt einige Verdächtige, mit denen es Michael Schröck zu tun bekommt. Da ist zum einen die Freundin von Bechstein, die sich mit Kräutern auskennt. Dann gibt es auch Hinweise auf Mitglieder des Saudischen Königshauses und nicht zuletzt haben die Hallstätter höchst eigene Interessen. Obendrein wird von China Druck gemacht. Doch dann gibt es weitere Tote und Schröck gerät unter Zeitdruck.
Schröck ist endlich beim BND gelandet, aber seine Beziehung, die schon länger nicht mehr richtig funktionierte, ist nun endgültig vorbei. Er ist ein guter Ermittler, der beharrlich am Fall dran bleibt und gerne auch schon mal unkonventionell vorgeht. Aber auch die anderen Charaktere sind gut und authentisch dargestellt.
Die Geschichte blieb spannend bis zum nicht so erwarteten Ende.
Ein unterhaltsamer und spannender Krimi mit einem sympathischen Ermittler

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am 4. August 2016
Michael Schröck ist nun endlich auch offiziell BND-Agent und wird zu einem ungeklärten Todesfall ins Salzkammergut gerufen. Der deutsche Honorarkonsul in China brach (passenderweise) vor dem Hallstatter Beinhaus zusammen. Anscheinend trachteten ihm zwei Parteien nach den Leben. War es die Lebensgefährtin, Hotelangestellte, die Saudis oder gar die Einheimischen?
Als dann noch ein weiterer Mord passiert, findet sich Schröck in einem komplizierten Geflecht wieder, aus dem er nur mit Hilfe wieder herausfindet…
Meine Meinung
Von Anfang an hat mich das Buch gefesselt, so dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Spannungsbogen wurde gekonnt hoch gehalten, um am Ende eine überraschende Lösung zu präsentieren – auch wenn ich einen der Rädelsführer schon entlarvt hatte.
Dieser Regionalkrimi hat nur ganz wenige Stellen mit Dialekt, zeigt aber auf sehr unaufdringliche Art und Weise die schönen Stellen des Salzkammerguts, porträtiert die Bewohner und zeigt die Un- Sitten der Gegend auf.
Auch das Privatleben Schröcks kommt nicht zu kurz und rundet den Krimi gut ab.
Unbedingte Leseempfehlung

am 2. August 2016

Der bereits 6. Fall des BND-Agenten Schröck konnte mich gleich überzeugen.

Inhalt: Der deutsche Honorarkonsul in China bricht am Hallstätter Beinhaus vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seines hilflosen Leibwächters tot zusammen. BND-Agent Michael Schröck ermittelt und stößt auf unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten. Als weitere Morde geschehen, muss Schröck es nicht nur mit den Eigenheiten der Bewohner des Salzkammerguts aufnehmen – sondern auch erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.

Dieser Krimi konnte mich durchweg begeistern. Der Prolog ist gleich gelungen und lässt den Leser mitfiebern. Der Sprachstil von Edwin Haberfellner lässt sich entspannend lesen, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. Auch humoristische Szenen dürfen hier nicht fehlen.

Der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende durchgehalten und man erhält im Laufe der Ermittlungen auch eine Menge Lokalkolorit. Dies gibt diesem Krimi noch eine besondere Note. Edwin Haberfellner gelingt ebenfalls eine gute Figurenzeichnung, sodass die einzelnen Protagonisten sehr glaubwürdig herüberkommen.

Auch werden bewusst falsche Fährten gelegt, die die Spannung noch einmal doppelt anheizen. Bis zum Schluss fiebert man mit Schröck mit, der auch zwischenmenschlich vor einer neuen Herausforderung steht. Edwin Haberfellner bedient hier aber keine gängigen Klischees, sondern weiß auch hier schriftstellerisch zu überzeugen.

Insgesamt ist der 6. Fall für BND-Agent Schröck ein echtes Lese-Vergnügen, das sich Krimi-Liebhaber nicht entgehen lassen sollten.


am 1. August 2016

( Klappentext übernommen)

Der deutsche Honorarkonsul in China bricht am Hallstätter Beinhaus vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seines hilflosen Leibwächters tot zusammen. BND-Agent Michael Schröck ermittelt und stößt auf unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten. Als weitere Morde geschehen, muss Schröck es nicht nur mit den Eigenheiten der Bewohner des Salzkammergutes aufnehmen – sondern auch erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.

International Verwicklungen, hintergründiger Humor und ein hoch spannender Fall in der besonderen Atmosphäre des Salzkammergutes.

Meine Meinung:

Mir gefällt der Schreibstil sehr gut es ließt sich leicht und flüssig. Die Protagonisten und die Gegend sind sehr gut beschrieben. Man kann sich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hinein versetzten, besonders der Ermittler Schröck ist mir ans Herz gewachsen. Der Autor Edwin Haberfellner schafft es mit diesem Buch eine Spannung aufzubauen die bis zum Schluss anhält, man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil man unbedingt wissen will wer der Drahtzieher der ganzen Geschichte ist. Es bleibt bis zum Schluss richtig spannend. Deshalb gebe ich 5 Sterne für dieses tolle Buch.

Fazit: Ein toller Krimi der von Anfang bis Ende richtig spannend ist und es bis zum Schluss unklar ist wer der Drahtzieher ist. Dieses Buch kann ich nur jeden Krimi Fan empfehlen, es lohnt sich zu lesen.


Klappentext:

Der deutsche Honorarkonsul in China bricht am Hallstätter Beinhaus vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seines hilflosen Leibwächters tot zusammen. BND-Agent Michael Schröck ermittelt und stößt auf unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten. Als weitere Morde geschehen, muss Schröck es nicht nur mit den Eigenheiten der Bewohner des Salzkammerguts aufnehmen – sondern auch erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.

Internationale Verwicklungen, hintergründiger Humor und ein hoch spannender Fall in der besonderen Atmosphäre des Salzkammerguts.

Leseeindruck:

Da ich vom Autor Edwin Haberfellner bereits „Tod in Kitzbühel“ und „Kitzbühel Ice“ gelesen hatte, fiel mir der Eisntig in diesen Kriminalfall „Tod im Salzkammergut“ recht leicht, denn ich war mit BND-Agent Michael Schröck noch bereits bestens vertraut. In seinem sechsten Fall passiert das, was wir aus dem Klappentext bereits wussten, nämlich der Tod eines deutschen Honorarkonsuls von China Dr. Gottlieb Bechstein, der vor den Augen seiner Freundin während eines Schwächeanfalls tot zusammenbricht. Passenderweise gleich auf einem Gottesacker. Natürlich wäre dieser Kriminalfall keiner, wenn es sich hierbei nicht um einen unnatürlichen Tod handeln würde und diesen gilt es zu ermitteln…

Schon der Prolog ließ mir das Blut in den Adern gefrieren und genauso spannend geht es auch weiter. Wer hatte Interesse am Tod des Honorarkonsuls? Was war die genaue Todesursache und wie wird Schröck den Fall lösen? Sehr spannend und beschrieben mit einem Schuss Humor versehen. Alleine die Szenerie eines Beinhauses, das ich ebenso ergoogeln musste, wie Schröck ist unheimlich und krimiaffin. Die insgesamt 31 Kapitel verteilt auf rund 200 Seiten lasen sich angenehm kurz und kurzweilig, so dass ich diesen Reginonalkrimi nicht nur fast in einem Rutsch durchlas, sondern Lust auf Hallstatt bekam, dass mein Mann mir im nächsten Jahr eine Reise dahin versprechen musste.

Das Cover mit der evang. Kirche zu Hallstatt könnte passender und treffender kaum gewählt sein und macht neugierig auf diesen Krimi, den ich gerne mit 5 Sternen bewerte.


am 30. Juli 2016
Dies ist nun der 6. Teil der Schröck-Reihe. Man kann aber jeden Band für sich alleine lesen, braucht also die Vorgängerbände nicht zu kennen. Inzwischen ist Schröck zum Bundesnachrichtendienst aufgestiegen. Seine langjährige Freundin hat mit ihm am Telefon die Beziehung beendet. Ihr Argument lautet: Er hat für sie keinen Zeit, lebt nur für den Beruf. Doch gleich nach seiner Beförderung wartet auf ihn neuer Fall. Der deutsche Honorarkonsul Dr. Bechstein bricht in Hall vor dem Beinhaus tot zusammen. Vor den Augen seiner Lebensgefährtin Alina und seinem Bodyguard Joe. Zunächst geht man von einem Herzinfarkt aus. Aber nach eingehender Untersuchung findet man heraus, dass der Mann vergiftet wurde. In seinem Körper findet man Polonium 210, ein Gift das sehr langsam wirkt und um längere Zeit verabreicht werden muß und das Gift des Eisenhutes, Acotin, das sofort wirkt. Wer hat es auf den Konsul abgesehen gehabt. Bei der Befragung von Alina erfährt Schröck, dass Bechstein mit dem Araber Al-Madani Waffengeschäfte illegal getätigt hat und in dem Anwesen von Al-Madani ein und ausging. Außerdem hat Bechstein einige große Seegrundstücke aufgekauft, auf denen er dann Wohnungen und Hotels errichten wollte. Alina selbst hat sich der chinesischen Medizin verschrieben, daher allerlei Kräuter kannte. Doch im Laufe der Ermittlungen werden auch noch einige Einheimische umgebracht. Auch Joe stammt aus dem Ort und tut sich mit Schröck zusammen, um den Mörder zu finden. Schröck befreundet sich mit der Sekretärin von Al-Madani und erfährt so allerlei Internas. Der Autor würzt das ganze Buch mit Spannung, hervorragend werden die Schauplätze beschrieben, es herrscht keine Minute Langeweile. Gekonnt führt uns Haberfellner auf falsche Spuren. Doch der kritische Leser kann sich an Kleinigkeiten festhalten und sich so seine Meinung bilden, die dann zum Täter führt. Wir haben es in diesem Buch mit Leuten zu tun, die für ihre Heimat kämpfen und sie erhalten wollen und mit der großen Politik, Waffenschieberei und dergleichen. Ein Krimi, der sich gut lesen läßt und den der Lesende nicht mehr aus der Hand legen will

am 30. Juli 2016

In diesem nunmehr sechsten Fall für Michael Schröck ordnet sich in seinem Leben einiges neu:

Erstens, Silvia beendet die, ohnehin schon wackelige Beziehung, am Telefon. Der geneigte Leser wird sich erinnern, es stand mit den beiden nicht zum Besten.

Zweitens, Michael Schröck ist nun endlich in den Personalstand des BND übernommen worden. Da führt ihn sein aktueller Fall nach Hallstatt, dem berühmten Ort mit Weltkulturerbe-Status. (Dasjenige, das die Chinesen beinahe 1:1 kopiert haben).

Dr. Bechstein, der Honorarkonsul von China ist, im Beisein seines Leibwächters Joe Zahler, vor dem bekannten Beinhaus zusammengebrochen. Was zunächst wie ein Herzinfarkt aussieht, entpuppt sich als doppelte Vergiftung: zum einen hat der umtriebige Geschäftsmann, Polonium 210 im Körper, die ihn langsam aber sicher vergiftet und zum anderen eine tödliche Dosis Aconitum, vulgo Eisenhut.

Wer hat Interesse am Tod des Honorarkonsuls? Seine Freundin Alina, der Kräuterkunde mächtig, die Trabanten des Saudi-Arabischen Königshauses oder die Einheimischen, die allen jenen Fremdem, die Immobilien im großen Stil aufkaufen, die Pest an den Hals wünschen?
So, lieber Michael Schröck – such‘ dir einen Täter aus.

Edwin Haberfellner legt wieder gekonnt Spuren und falsche Fährten und verwirft sie alsbald wieder.
Einen großen Anteil zum Gelingen des Krimis haben auch Hallstatt, der See und das dazugehörige Brauchtum beigetragen.


Edwin Haberfellner hat mich mit seinem Kommissar Schröck schon einige Male ganz hervorragend gut unterhalten und deshalb war auch der sechste Fall für mich ein absolutes Lese-Muss.

Es geht mit einem ergreifenden Prolog aus, in dem der Tod des deutschen Honorarkonsuls in China auf eindringliche Art und Weise dargestellt wird. Dr. Gottlieb Bechstein bricht bei einer Besichtigung vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seines Bodyguards zusammen und ist auf der Stelle tot. Schnell ist klar, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod, sondern um einen Mord handelt. Über den toten Waffenlobbyist wurde gemunkelt, dass er in illegale Waffengeschäfte verwickelt sein soll, großer Druck kommt auch aus China, ganz klar, dass hier unser BND Mann Schröck ran muss. Überraschende Erkenntnisse bei der Obduktion, eine Lebensgefährtin, die scheinbar etwas zu verbergen hat, ein undurchsichtiger Thronfolger in Spe aus Saudi Arabien und die Verschwiegenheit der Bewohner machen ihm die Ermittlungen alles andere als leicht. Als es im Ort weitere Tote gibt spielt zusätzlich die Zeit gegen ihn.

Der Sprachstil des Autors liest sich locker, leicht und man fliegt fast durch die Seiten. Es gelingt ihm sehr eindringlich zu formulieren, sodass man sich manchen Tod besser vorstellen kann, als einem lieb sein kann, aber so soll Krimi ja auch sein. Auch Stimmungen und Gefühle werden super gut transportiert, hier z.B. die zunehmende Angst von Mitgliedern einer Gruppe und die Anzeichen, welcher denn am meisten wackelt. Man darf auch immer wieder schmunzeln, was mir gut gefällt, hier finde ich auch den oft etwas unterschwelligen Humor sehr gelungen.

Es wird nicht gekleckert, sondern sofort geklotzt. Erste Seite, erster Toter und somit ist die Spannung bei diesem Krimi von Anfang an sehr hoch. Es gibt jede Menge Ungereimtheiten, zahlreiche Finten, viele Kombinationsmöglichkeiten und man kann wirklich unglaublich viel grübeln und vermuten. Nach und nach wird immer mehr klar, dass alles doch ganz anders ist als gedacht und bis zum Ende hat der Autor gelungene Überraschungen parat. Einige Leichen pflastern die Ermittlungen, bei denen sich der Autor ganz besondere Tötungsmethoden einfallen hat lassen, die sogar mir als Viel-Krimileser noch Abwechslung bieten konnten. Die relativ kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für viel Fahrt, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Einen kleinen Einblick gewährt uns der Autor auch in Schröcks Privatleben und zwar genau in der richtigen Dosis. Dem Krimi wird an keiner Stelle die Spannung genommen, aber durch kleine Einschübe merkt man doch ganz deutlich, dass er sein Herz am rechten Fleck hat und sich natürlich trotz seinem Job, der Beziehungskiller schlechthin ist, auch jemanden an seiner Seite wünscht.

Schröck ist mir mittlerweile ja schon ans Herz gewachsen. Endlich darf er sich offiziell BND-Ermittler nennen und muss nicht weiterhin zur Show unter Burn Out leiden. Klare Verhältnisse im Job, vielleicht auch ein Grund für ihn auch im Privaten für konkrete Entscheidungen zu sorgen! Von privatem Liebesglück kann man zwischen ihm und Silvia ja schon länger nicht mehr reden. Schröck ist ein zielstrebiger Mann, der konsequent ermittelt, wenn es sein muss schon auch einmal mit unkonventionellen Mitteln und sogar auf eigene Kosten. Ganz klar ist für ihn vor allem auch, dass er einen Fall bis zum Ende durchzieht. In Hallstatt arbeitet er eng mit Joe, dem Bodyguard zusammen. An diesem knabbert schwer, dass er den Honorarkonsul nicht ausreichend beschützen konnte und deshalb will er unbedingt den Mörder liefern. Er hat in seinem Leben ein Päckchen zu tragen und war mir nicht nur deshalb von Anfang an super sympathisch. Aber auch die Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei Nabil, dem eingeschüchterten Handlanger Zati Al-Madanis angefangen, dessen Leben stets am seidenen Faden hängt, über Christian Gschwandtner, dem Mann für Alles, der geschickt zu nutzen weiß, dass ihn die Leute für einen Dummie halten, bis hin zum widerwärtigen Lois, den ehemaligen Schulkameraden von Joe, der immer noch genau weiß, wie er am besten austeilt.

Schröcks sechster Fall entführt den Leser nach Hallstatt, einen Ort der sich UNESCO Weltkulturerbe nennen darf. Die spannenden und interessanten Informationen zu Beinhaus, Schädelmalerei zur Totenwürdigung oder zur Stadtkopie in China und die tollen Beschreibungen der mit Sicherheit sehr sehenswerten Stadt haben mir sehr gut gefallen.

 


Infoscreen August 2016

Vielen Dank für die österreichweite Werbung an INFOSCREEN Austria :
„Tod im Salzkammergut“ in allen INFO-Screen-Städten in U-Bahnstationen, Straßenbahnen sowie Bussen:
Info-Screen tram | bus Linz: täglich 206.184 Zuseher
tram | bus INNSBRUCK
bus | KLAGENFURT
station | Graz – tram | Graz – bus | Graz


 

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TodSkgNachrichten


wels


Lesungo

„Tod im Salzkammergut“ – Der neue „Schröck“

Edwin Haberfellner

Tod im Salzkammergut

Kriminalroman

Broschur
13,5 x 20,5 cm
192 Seiten
ISBN 978-3-95451-818-0
seit 23. Juni 2016 im Handel
Euro 10,90 [D] , 11,30 [AT]

 

Der deutsche Honorarkonsul in China wird am Beinhaus in Hallstatt vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seiner hilflosen Leibwächter ermordet. Kriminalkommissar Michael Schröck ermittelt und deckt unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten auf. Als weitere Morde geschehen, bekommt es Schröck mit den Eigenheiten der Bevölkerung des Salzkammerguts zu tun und muss erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.

„KItzbühel Ice“ – Was sagen die Leserinnen und Leser? – Rezensionen

Es ist wie der Applaus für den Schauspieler, das Lob der Leserinnen und Leser. Hier ein paar Auszüge. Ich freue mich, vielen Dank:

Und es hat Boom gemacht….

Kitzbühel Ice

Leseeindruck:

Im Tiroler Nobelort Kitzbühel gibt es eine Explosion, bei der ein junger Mann ums Leben kommt und es einige Verletzte gibt. Ein Fall auf den der Münchner BND-Agenten Michael Schröck angesetzt wird, da der Tote Sohn eines Staatssekretärs ist. Während die örtliche Polizei von einen Unfall ausgeht, stellt Schröck sehr schnell fest, dass der Tote Crystal Meth hergestellt hat und gefesselt war, als die Explosion geschah.

Schon mit dem Prolog wird man in die Geschichte hineingezogen, denn man erlebt mit, wie der junge Mann versucht, die Zeitschaltuhr zu erreichen, um die Explosion zu verhindern. Wer hat es auf in abgesehen?

Schon bei der Anreise wird Schröck bedroht, aber sein Gegner ahnt nicht, dass er ihn damit nur anheizt. Daher kann Schröck froh sein, dass sein Zeuge Bruce Coolman zwar durch die Explosion verletzt wurde, aber ein gut durchtrainierter amerikanischer Polizist ist. Eigentlich war der nur zum Wandern nach Kitzbühel gekommen. Schröck will nicht aufgeben, sein Gerechtigkeitssinn kann sich nicht damit abfinden, dass Täter einfach davon kommen können. Schröck und auch Coolman sind sympathische Menschen, die ein tolles Team bilden, zumindest bis Bruce Hunger bekommt oder er mal eben einen kleinen Spaziergang oder Dauerlauf machen muss.

Aber auch die anderen Personen waren gut und authentisch dargestellt, auch wenn mir einige wirklich nicht sympathisch waren.

Es gibt reichlich Wendungen, die einen immer wieder in die Irre führen, so dass es bis zum Schluss spannend bleibt.

Dieser fünfte Fall von Schröck war spannend und macht Lust darauf, auch die anderen Fälle kennenzulernen.
buecherwurm1310

Mit „Kitzbühel Ice“ liegt uns hier der fünfte Fall für BND Mitarbeiter Michael Schröck vor, für mich war es nach „Tod in Kitzbühel“ Schröcks nächster Fall. Auch in diesem Kriminalroman schaffte es Autor Edwin Haberfellner abermals mich packend und fesselnd zu unterhalten.Schon der Prolog ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Heiß und kalt lief es mir während des Lesens den Rücken rauf und wieder runter, denn bei einer gewaltigen Explosion kommt ein junger Mann grausam ums Leben. Dann beginnt der Haupthandlungsstrang, in dem wir lesen, was der Buchrückentext bereits erahnen lässt: Bei dem Opfer aus dem Prolog handelt es sich nicht um irgendein jungen Mann, sondern um den Sohn eines Staatssekretärs, der sogleich  Kommissar und BND-Agent Michael Schröck beauftragt, die genauen Umstände, die zu seines Sohnes Tod führten zu ermitteln. Diese Ermittlungen führen Schröck dann auch prompt ins Kitzbüheler Drogenmilieu….

Der Kriminalroman ist vom Schreibstil und Handlung her knackig und fesselnd. Michael Schröck war mir noch bestens aus dem Vorgängerband bekannt und wurde schnell warm mit ihm und der Handlung. Schauplatz des Verbrechens ist der beschauliche High Society-Ort Kitzbühel. Auch hier wieder hat mich der Kitzbüheler Lokalkolorit angenehm gefallen.

Auch das eindeutig doppeldeutige Cover mit weißem Schnee in Kitzbühel ist sehr passend und treffend eingefangen.

Die 36 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilt auf 190 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen. Auch dieser Roman ist ein wahrer Pageturner, den man – einmal angefangen – nicht mehr aus den Händen legen kann.
esposa1969

Eine spektakuläre Explosion erschüttert das Zentrum Kitzbühels und reißt einen jungen Mann in den Tod. Von dessen Vater beauftragt, versucht Kommissar und BND-Agent Schröck den tatsächlichen Tathergang zu ermitteln und erhält dabei unerwartete Hilfe von Bruce Coleman, einem amerikanischen Detective, der in seinem Wanderurlaub von der Explosion verletzt wurde und nun neugierig geworden ist. Die Ermittlungen führen das ungleiche Team in das Kitzbüheler Drogenmilieu.

Dieser Kriminalroman vereinigt Lokalkolorit mit internationalem Agentenflair. Das ungleiche Team ergänzt sich perfekt und sorgt für eine actionhaltige Aufklärung des Falles. Die klare, schnörkellose Sprache lässt „Kitzbühel Ice“ zu einem rundum zufriedenstellenden und unterhaltsamen Lesevergnügen und zusammen mit dem reduziert gestalteten Cover zu einem stimmigen Gesamtpaket werden.

Auch die Nebencharaktere sind solide und stimmig gezeichnet, ihr Schicksal lässt einen nicht unberührt und die letztendliche Auflösung ist in allen Belangen zufriedenstellend und auch menschlich überzeugend.

Von meinem ersten Emons-Krimi wurde ich wahrlich nicht enttäuscht. Der ausgezeichnete sprachliche Stil lässt einen neugierig auf die anderen Teile der Reihe werden und das Design macht sich außerdem noch gut im Regal. Sicherlich auch eine gute Geschenkidee für einen Liebhaber ausgefallener Krimihandlung.
LinaLiestHalt

Ich war schon von Tod in Kitzbühel so begeistert, dass ich jetzt natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung war.  Edwin Haberfellner hat mir auch mit Schröcks neuem Fall wieder einmal wirklich gute Unterhaltung geboten.

Es geht schon mit einem fesselnden Prolog los, der einen sofort in die Story holt. Man wird Zeuge, wie ein gefesselter Mann versucht eine Zeitschaltuhr zu stoppen, wird es ihm gelingen die Gasexplosion zu verhindern? Wie schon vom Klappentext her ersichtlich, gelingt ihm dies nicht, ich habe trotzdem regelrecht mit dem Mann gezittert. Bei dem Toten handelt es sich um den Sohn eines Staatssekretärs, deshalb wird Schröck als BND Mann für Ermittlungen vor Ort geschickt. Dies scheint allerdings jemandem überhaupt nicht zu passen, denn Schröck erhält schon auf der Reise erste Drohanrufe. Wer sind diese mächtigen Leute, die perfekt im Bilde sind? Schnell stellt sich heraus, dass sich in der Wohnung des Toten ein Drogenlabor befand. Muss es Schröck mit der Drogenmafia aufnehmen oder steckt hier noch viel mehr dahinter? Spannende und gefährliche Ermittlungen beginnen.

Der Fall an sich ist rasant. Klar es fliegt eine Drogenküche in die Luft und die Explosion ist nicht von schlechten Eltern. Dann ermittelt hier Schröck, ein BND Agent, da fehlt natürlich auch das zugehörige Agentenflair nicht. Es wird zu härteren Methoden gegriffen und wenn Bruce Coolman, der durchtrainierte amerikanische Detektive, der eigentlich hier Wanderurlaub machen wollte, dann aber vom Zeuge zum Ermittlungspartner aufsteigt, zuschlägt, dann kann man nicht mit Feingefühl rechnen. Die beiden geben ein perfektes Team ab und der Leser kann wirklich viel rätseln. Es mangelt auch nicht an geschickt gelegten Finten. Ich war wirklich viel am Grübeln und durch kleine Hinweise, die aber nie zu viel verraten, wird die Spannung lange hoch gehalten. Einen kleinen Einblick in Schröcks Privatleben bekommt man auch. Allerdings nur so viel, dass zu erkennen ist, dass er Herz hat und seine Freundin Silvia liebt. Meist aber nur durch kleine Zwischenbemerkungen. Der Schwerpunkt liegt also eindeutig auf den Ermittlungen.

Schröck, den ich im letzten Band ja noch eher reserviert empfunden habe, wird mir immer sympathischer. Ich wusste, dass er sein Herz am rechten Fleck hat, aber seine Eifersüchteleien machen ihn noch menschlicher. Vielleicht ganz gut, dass Silvia mit Begleitung im Wanderurlaub ist und sich nicht meldet. Besonders toll finde ich sein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewusstsein und dass er auch wirklich keine Gefahr scheut um zum Ergebnis zu kommen. Bruce Coolman fand ich von Anfang an super sympathisch und ich konnte viel über ihn schmunzeln. Der durchtrainierte Spitzensportler, der vor dem Frühstück mal schnell seinen Dauerlauf absolviert und Schröck dann mit „na lazy German“ begrüßt, ist ständig am Futtern, aber auch allzeit einsatzbereit, wenn es darauf ankommt. Ich war richtig froh, dass er bei der Zeugenbefragung Schröck von seinen Fähigkeiten als Ermittler überzeugen konnte. Die beiden haben wirklich ein gutes Team abgegeben.  Auch die Nebenrollen werden gut dargestellt. Ich konnte mich z.B. super in Lena, die Freundin des Opfers, hinein versetzen und habe stellenweise richtig mit ihr gelitten.

Der Autor lässt stets durchblicken, dass der Krimi in Kitzbühel spielt. Hier tummelt sich die High Society, die sich Zweitwohnungen im Luxus Skigebiet zugelegt hat. Jeder Skandal und vor allem negative Presse muss unter allen Umständen vermieden werden, um die Einnahmen durch den Tourismus nicht zu vermasseln. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Ort, der mit tollen Lokalitäten und einem traumhaften Bergpanorama glänzen kann
Antek

Vielen Dank!

Tod in Kitzbühel – Rezensionen

Literaturrezensionen in Zeitungen, Internet und speziell dafür eingerichteten  Plattformen stellen eine wichtige Form der Empfehlung von Büchern für Leserinnen und Leser dar.
Für Autorinnen und Autoren sind sie das Echo ihrer Zielgruppe, geben Motivation und Anregung.20140211_080804

„Tod in Kitzbühel“ ist im März 2014 erschienen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit (dem Himmel sei Dank, das war vielleicht ein Aufatmen …).

Aus diesem Grund eine Zusammenfassung der Kritiken meiner Zielgruppe, den Leserinnen und Lesern selbst.
Vielen herzlichen Dank!

 

life

 

Jarmila Kesseler
Nach dem Kriminal-Roman „Grazer Verschwörung“, in welchem Kriminalhauptkommissar Michael Schröck bereits gegen die georgische Mafia ermittelte, ist dieser Kriminalroman Schröcks nächster Fall, in welchem er seinen Scharfsinn erneut unter Beweis stellen muss. Dieser Roman trägt den Untertitel „Tödliches Tirol“ und so begibt sich Kriminalhauptkommissar und BND-Agent Schröck in das Dorf Andreasfurth nahe Kitzbühel um nach dem verschwundenen Moskauer Milliardärsehepaar zu fahnden. Leider sind die Dorfbewohner alles andere als aussagefreudig, was seine Ermittlungen ungleich erschwert, zumal sich auch noch Todesfälle ereignen, die mit dem Verschwinden des Ehepaars zu tun haben? Aber wie könnten diese Morde mit dem Verschwinden des russischen Ehepaares Fomin zusammenhängen? Und was überhaupt ist das Motiv? Wer könnte Interesse an deren Verschwinden haben? Das wirft Fragen über Fragen auf, die den Leser bannen und parallel zu Schröck mitermitteln lassen.

Diesen Kriminalroman habe ich voller Spannung und mit großem Interesse gelesen. Man kann sich nicht nur in Schröck sehr gut reinversetzen, sondern auch in die eiskalte Szenerie des Dorfes Andreasfurth, welches schon fast Stoff für einen Thriller bietet. Das Buchcover lässt einem schon einen kurzen Einblick auf das Dorf gewähren, welches sich nach außen hin und außerhalb des Zaunes keinem Menschen öffnen wird.

Ich war von Beginn der Handlung perfekt im Geschehen drin und konnte – einmal angefangen – die Lektüre nicht mehr aus den Händen legen. Michael Schröck ist einem äußerst sympatihisch und wird sehr detailliert und lebendig beschrieben.

Die 30 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilt auf 207 Seiten haben mich vorzüglich unterhalten, mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Dieser Roman ist ein wahrer Pageturner, den man – einmal angefangen – kaum mehr aus den Händen legen mag.

Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

 

by esposa1969
Hallo meine liebe Leser,
im Rahmen einer Buchverlosung durfte ich diesen Regional-Krimi verschlingen:
==  Tod in Kitzbühel – Kriminalroman ==
Autor: Edwin Haberfellner
== Buchbeschreibung: ==
Das Moskauer Milliardärsehepaar Fomin zieht sich in einen beschaulichen Tiroler Ort zurück, nur wenige Kilometer vom mondänen Kitzbühel entfernt, und verschwindet, gleichsam über Nacht, spurlos. Michael Schröck wird mit den Nachforschungen beauftragt. Mehr und mehr entpuppt sich der Fall als Affäre internationalen Ausmaßes, zumal Fomin erhebliche Mittel in den Ausbau einer neuen russischen Erdgaspipeline investiert hat. Ausländische Geheimdienste, aber auch die Bevölkerung des Alpendorfes, machen es dem sympathischen Münchner Ermittler alles andere als leicht, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
== Leseeindrücke: ==
Nach dem Kriminal-Roman „Grazer Verschwörung“, in welchem Kriminalhauptkommissar Michael Schröck bereits gegen die georgische Mafia ermittelte, ist dieser Kriminalroman Schröcks nächster Fall, in welchem er seinen Scharfsinn erneut unter Beweis stellen muss. Dieser Roman trägt den Untertitel „Tödliches Tirol“ und so begibt sich Kriminalhauptkommissar und BND-Agent Schröck in das Dorf Andreasfurth nahe Kitzbühel um nach dem verschwundenen Moskauer Milliardärsehepaar zu fahnden. Leider sind die Dorfbewohner alles andere als aussagefreudig, was seine Ermittlungen ungleich erschwert, zumal sich auch noch Todesfälle ereignen, die mit dem Verschwinden des Ehepaars zu tun haben? Aber wie könnten diese Morde mit dem Verschwinden des russischen Ehepaares Fomin zusammenhängen? Und was überhaupt ist das Motiv? Wer könnte Interesse an deren Verschwinden haben? Das wirft Fragen über Fragen auf, die den Leser bannen und parallel zu Schröck mitermitteln lassen.

Diesen Kriminalroman habe ich voller Spannung und mit großem Interesse gelesen. Man kann sich nicht nur in Schröck sehr gut reinversetzen, sondern auch in die eiskalte Szenerie des Dorfes Andreasfurth, welches schon fast Stoff für einen Thriller bietet. Das Buchcover lässt einem schon einen kurzen Einblick auf das Dorf gewähren, welches sich nach außen hin und außerhalb des Zaunes keinem Menschen öffnen wird.

Ich war von Beginn der Handlung perfekt im Geschehen drin und konnte – einmal angefangen – die Lektüre nicht mehr aus den Händen legen. Michael Schröck ist einem äußerst sympathisch und wird sehr detailliert und lebendig beschrieben.

Die 30 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilt auf 207 Seiten haben mich vorzüglich unterhalten, mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Dieser Roman ist ein wahrer Pageturner, den man – einmal angefangen – kaum mehr aus den Händen legen mag.

Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

Belladonna
Rezension bezieht sich auf: Tod in Kitzbühel (Broschiert)
Kriminalhauptkommissar Michael Schröck ermittelt in einem Dorf in der Nähe von Kitzbühel. Ein reiches russisches Ehepaar ist spurlos verschwunden. Die Dorfgemeinschaft hüllt sich in Schweigen, auch als es weitere Tote gibt.
Wie schon in der „Grazer Verschwörung“ geht Schröck ruhig und besonnen vor. Er gerät in gefährliche Situationen und behält dennoch einen kühlen Kopf. Nur die kleinen Alltagssorgen bringen ihn hin und wieder aus der Fassung, was ihn sehr sympathisch macht.
Die Hintergründe der Handlung sind sehr aktuell und gut recherchiert.
Der Schreibstil ist flott, die Figuren lebendig beschrieben und Dialoge mit einer feinen Prise Ironie gewürzt.Ich freue mich schon auf den nächsten Michael Schröck-Krimi.
Sehr empfehlenswert!

Mit Agent Schröck ein Regionalkrimi der etwas anderen Art

Tod in Kitzbühel

Antek
Der ehemalige Kommissar Michael Schröck, der als Agent für den BND tätig ist, bekommt einen neuen Auftrag und soll nach Tirol reisen. Dumm nur, dass seine Haushälterin gerade auf Wolke sieben schwebt und ebenfalls verreisen will. Wer soll sich um die Katze kümmern? Doch das ist das geringste Problem, das ihm dieser unbekannte Liebhaber Kurt noch bereiten wird. In Tirol soll Schröck nach einem bedeutenden russischen Ehepaar fahnden, das über Nacht spurlos verschwunden ist. Die Dorfbewohner von Andreasfurth sind zugeknöpft und werden Schröck kaum nähere Informationen geben. Wird er über den Kellner Manuel, den er gekonnt für sich einspannen kann, mehr erfahren? Der Fall muss auf jeden Fall sehr brisant sein, denn nicht nur das Ehepaar bleibt verschollen, sondern es häufen sich auch die Todesfälle im Ort. Ob die alle etwas mit dem seltsamen Verschwinden zu tun haben?

Anfangs war ich etwas skeptisch. Die Suche nach einem milliardenschweren russischen Ehepaar, kann das genügend Stoff für einen guten Krimi geben? Ja das kann. Denn nach einen kurzen Vorstellung, bei der ich mich sehr amüsiert habe, geht es auch schon auf nach Andreasfurth. Die eisige Stimmung unter den Dorfbewohnern ist regelrecht zu spüren und die ersten beunruhigenden Todesfälle lassen auch nicht lange auf sich warten. Der Fall wird wirklich von Seite zu Seite spannender um dann am Ende mit einer überraschenden Auflösung zu glänzen. So einiges Agenten Know How hat ist natürlich auch dabei, was für mich sehr interessant zu lesen war. Schröck, dem anfangs eine humorvolle Vorstellung zu Teil wird, bleibt etwas blass und reserviert. Aber vielleicht entspricht das auch seiner Art, meint doch seine Freundin, dass er ein toter Goldfisch im Glas romantischer ist als er und zu viel Gefühl kann sich ein Agent beim BND wohl auch nicht leisten. Trotz allem hat er sein Herz am rechten Fleck und Gerechtigkeit ist ihm sehr wichtig. Wenn auch nicht unbedingt mit einem Ermittler, der einem so richtig ans Herz wächst, aber dafür umso mehr mit Spannung, Intrigen und geschickten Ermittlungen hat mich  Edwin Haberfellner regelrecht an „Tod in Kitzbühel“ gefesselt.  Damit hat sich der Regionalkrimi auch seine fünf Sterne noch verdient.

 

RitaLeseviel

Das Kaisergebirge in Österreich. Hierhin verschlägt es Hauptkommissar Michael Schröck im Auftrag des BND, um in Sachen eines verschwunden russischen Milliardärsehepaars zu ermitteln. Eben noch waren diese äußerst beliebt und Wohltäter eines kleinen Ortes nahe Kitzbühel, plötzlich sind sie wie vom Erdboden verschluckt und nicht mehr aufzufinden. Dieses Verschwinden ruft nicht nur den BND sondern auch andere Staaten auf den Plan, denn die Wahlheimat der Russen, das verträumte Andreasfurth, scheint Mittelpunkt einer internationalen Verbindung zu sein, bei der es um eine Erdgaspipeline geht. Im Undercover Einsatz erhofft sich der BND über Schröck an mehr Informationen heranzukommen als über die Polizei. Wäre da nicht diese verschworene, schweigende Dorfgemeinschaft, welche genau dieses völlig zunichtemachen versucht.
„Hier möchte man nicht tot überm Zaun hängen“, fiel mir beim ersten betrachten des Buchcovers ein, welches eine malerische, grüne Weide zeigt, die durch einen eher fadenscheinigen, etwas desolaten Holzweidezaun geteilt wird. Das sollte einen aber keinesfalls vom lesen abhalten.
Den ersten Urlaub mit meinen Eltern, Ende der 70er, verbrachte ich im Kaisergebirge. In Ellmau, keine 18 km von Kitzbühel entfernt. Ich kann mich gut an die Berglandschaft und die Menschen dort erinnern. Sie waren den geldbringenden Touristen freundlich gesinnt, doch nur selten ließen sie sich hinter die Fassade schauen. Der schöne Schein der heilen Bergwelt musste gewahrt bleiben.
Damit hat auch Schröck bei seinen Ermittlungen zu kämpfen. Nur sehr langsam, manchmal eher durch Zufall findet er einzelne Puzzelteile, welche zunächst nicht zueinander passen wollen. Hilfe wird ihm seitens des Kellners Manuel zuteil, der ihn als Teil der Dorfgemeinschaft mit wichtigen Hintergrundinformationen versorgt.
Schon Goethe wusste es im Faust zu beschreiben:  „Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen!“
Der Aufstieg eines ehemals verschlafenen Dorfes durch Geld. Sehr viel Geld. Es erinnert in der Beschreibung ein wenig an Sylt, welches in seinem Dornröschenschlaf dahindämmerte, bis einige weltbekannte und wohlsituierte Menschen es entdeckten und es zu dem machten was es heute ist. Das schürt Neid, Hass und Missgunst.
Es hätte ein Jetset Krimi werden können. Mit protzigen Autos, Schmuckdiebstählen oder Drogengeschichten. Doch Edwin Haberfellner wählte andere Zutaten. Ein verschwundenes Milliardärsehepaar, einige Todesfälle und internationale Korruptionsaffären, das sind die Eckpfeiler aus denen der Schriftsteller wieder einen wunderbaren spannenden Krimi geformt hat. Hier, in und um Kitzbühel, wo normalerweise die Schönen und Reichen sich ein Stelldichein geben, von Toten nur aus Altersgründen oder Unfällen die Rede ist, fernab von der hektischen Großstadt, bettet der Autor seine Geschichte ein. Er entfernt sich dabei von der typischen Winterimpression, der Schickimicki-Bussibussi-Gesellschaft und lässt die Geschichte im heißen Bergsommer spielen.
Haberfellner hat sich seine Landsleute und die Region bei der Recherche ganz genau anschaut. Er beschreibt, wie ein Dorf vom Geld profitiert und gleichzeitig vieles zerstört wird, was den Ort vormals ausgemacht hat. Er weist auf Probleme hin, die sich dem Durchschnittstouristen nicht mal im Entferntesten offenbaren.
Fazit: Wie auch Schröck rätselt der Leser mit jeder Seite, wo das Motiv für das Verschwinden der Russen und die darauffolgenden Morde liegt. Doch er lässt sich nicht in die Karten blicken, die Auflösung kommt erst zum Schluss.

Leseempfehlung? Ohne Einschränkung. Für wen? Krimifans jeder Couleur.